Chris Chaney / Geschäftsmodelle

E-Sport-Unternehmen aufbauen: Teams, Marken und Menschen

Die Arbeit hinter dem professionellen Gaming aus Gründersicht: Perspektiven aus Chris Chaneys Interviews über Infinite, OpTic und junge Unternehmen zwischen 2019 und 2022.

Chris Chaney
Studioporträt · KI-bearbeitet

Die Organisation rund um das Team

Im ESPN-Interview vom Juli 2019 beschrieb Chris Infinites ursprünglichen Ansatz als Venture Builder: professionelle Teams in Verbindung mit ergänzenden Unternehmen. Die einzelnen Bereiche erhielten damit eine Rolle in einem größeren geschäftlichen Konzept. Am Beispiel der Houston Outlaws erläuterte er außerdem die Bedeutung einer erkennbaren Identität, der Spieler, eigener Inhalte und einer Community beim Aufbau eines Publikums.

Die Unternehmensgeschichten auf dieser Website zeigen, wie daraus konkrete Zuständigkeiten entstanden. Partnerschaften, Produktion, Veranstaltungen, Spielerentwicklung und Performance benötigten jeweils Fachleute, klare Ziele und operative Unterstützung. Diese Funktionen machen die Arbeit hinter einer E-Sport-Organisation greifbar.

Das Geschäftsmodell verstehen

Im deutschsprachigen E-Sport Business Talk vom April 2020 unterschied Chris wettbewerbsorientierte Teams von Medien- und Lifestyle-Marken. Er sprach über Sponsoring, Merchandise und digitale Produkte in Zusammenarbeit mit Publishern sowie über Unternehmen, deren Angebote in mehreren Spielen einsetzbar sind. Seine Perspektive verbindet organisatorische Entscheidungen mit den dazu passenden Erlösquellen.

Eine gemeinsame Identität schaffen

Im Hitmarker-Interview von 2022 beschäftigte sich Chris erneut mit dem Verhältnis zwischen einer starken Marke und den Unternehmen in ihrem Umfeld. Er betrachtete, wie Teams in unterschiedlichen Spielen zu einer gemeinsamen Identität beitragen und wie eine lokale Verankerung mit einer weltweiten Fangemeinschaft verbunden werden kann.

Für Gründer ergeben sich daraus konkrete Fragen: Was bringt Menschen zwischen den Wettkämpfen zurück? Welche Erlebnisse machen die Zugehörigkeit zur Community spürbar? Wie ergänzen sich Team, Creators, Produkte und Veranstaltungen? Die Antworten prägen sowohl das Erlebnis des Publikums als auch die dafür erforderliche Organisation.

Menschen unterstützen, die etwas aufbauen

Im Gespräch mit Adam Torres im Jahr 2020 erläuterte Chris sein Interesse an Unternehmen in einer sehr frühen Phase. Gründer, Umsetzung und langfristige Beziehungen standen dabei im Mittelpunkt. Beratung, Beteiligungen und eigene Gründungen waren für ihn verbundene Formen der Mitarbeit, jeweils mit Blick auf die Bedürfnisse eines jungen Unternehmens.

Fragen für ein neues Unternehmen

Zusammengenommen ergibt sich aus diesen Erfahrungen eine praktische Reihenfolge für neue E-Sport-Unternehmen: Zielgruppe und Bedürfnisse bestimmen, das Geschäftsmodell wählen, die erforderlichen Menschen und Fähigkeiten zusammenbringen und das Angebot mit einem tragfähigen wirtschaftlichen Konzept verbinden. Jede Frage macht die nächste Entscheidung konkreter.

Darin liegt auch die Verbindung zu Chris’ Arbeit in der Sportbildung und im Greenfield Venture Development. Eine neue Organisation braucht einen Zweck, Menschen, die sie voranbringen, und einen nützlichen Beitrag für die Gemeinschaft, an die sie sich richtet.

Ausgewählte Quellen

Chris Chaney

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